Meine Bücher, mein Weg

Bevor ich Sie durch meine Bücher führe, erkenne ich heute — mit dem Abstand von einigen Jahrzehnten —, dass sich die verschiedenen Etappen meines Weges als Autorin ganz natürlich aneinandergereiht haben, ohne erkennbare Anstrengung, als ob sie einem unsichtbaren roten Faden folgten, der immer schon da gewesen war – fast so, als hätte ich ihn nicht selbst gesponnen.

Todesbezogene Erfahrungen — Nahtoderfahrungen (NTE), Nachtod-Kontakte (NTK) und Erfahrungen am Lebensende (ELE) — bieten Stoff zum Nachdenken für ein ganzes Leben und darüber hinaus. Zumindest war das bei mir so und ist es auch heute noch.
In dieser Darstellung konzentriere ich mich ausschließlich auf meine Bücher, ohne meine Beiträge zu Sammelbänden  oder unsere wissenschaftlichen Publikationen zu berücksichtigen.

1. Erfahrungen an der Schwelle des Todes

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Alles begann, als ich Nahtoderfahrungen (NTE) entdeckte.

Meine erste Begegnung mit NTE fand in den 1980er‑Jahren statt und war sowohl für meine Überzeugungen als auch für mein weiteres Engagement entscheidend. Wie Millionen von Leserinnen und Lesern auf der ganzen Welt entdeckte ich NTE durch Raymond Moody's Leben nach dem Tod: Die Erforschung einer unerklärlichen Erfahrung (Life After Life, 1975; dt. Erstveröffentlichung 2001). Schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass diese Berichte viele meiner existenziellen Fragen zu beantworten schienen — und gleichzeitig ebenso viele neue aufwarfen.

Nahtoderfahrungen sind Ereignisse, bei denen Menschen eine Realität jenseits des gewöhnlichen Bewusstseins wahrnehmen und lebhafte Eindrücke davon gewinnen, was an der Schwelle des Todes geschieht und was darüber hinaus liegen könnte. Die Berichte der Betroffenen — eindrucksvoll, oft überraschend und dennoch bemerkenswert konsistent trotz ihrer Unterschiede — ließen mich erkennen, dass es nicht genügt, sie auf den ersten Blick für bare Münze zu nehmen; damit würde man der vollen Tiefe und Bedeutung dieses Phänomens nicht gerecht werden. Tatsächlich haben mir die folgenden Jahre gezeigt, dass sich, je tiefer man NTE erforscht, desto mehr Schichten an Komplexität offenbaren.

In den 1980er-Jahren gab es Sammlungen von Erfahrungsberichten und auch einige wissenschaftliche Studien zu NTE, doch kein Werk bot eine wirklich interdisziplinäre Perspektive: Was würde ein Psychologe, ein Quantenphysiker, ein Philosoph oder ein Biologe von diesen Erfahrungen halten? Da ich das Buch, das ich suchte, nicht fand, beschloss ich, es selbst zu schreiben.

Als ich überlegte, wie ich am besten vorgehen sollte, schickte ich eine E‑Mail an Kenneth Ring, den führenden NTE‑Forscher jener Zeit. Ich hätte nicht gedacht, dass er antworten würde — doch er tat es noch am selben Tag. Er sagte: „Wenn Sie mich interviewen wollen, dann kommen Sie doch einfach nach Connecticut." So einfach war das.

Ken und Evelyn

Kenneth Ring, Professor Emeritus für Psychologie an der University of Connecticut, USA, gehört zu den allerersten und prominentesten Wissenschaftlern der modernen akademischen Forschung zu Nahtoderfahrungen (NTE).

Um dieses Phänomen zu verstehen, verbrachte er viel Zeit damit, zahlreiche Betroffene zu treffen — einige blieben für einige Tage, andere sogar für Wochen bei ihm zu Hause, das er augenzwinkernd das „Death Hotel" nannte, ein Humorzug, der so typisch für Ken ist.

Dieses tiefe Verständnis ermöglichte es ihm, zahlreiche wissenschaftliche Studien durchzuführen und dabei jeden Aspekt von NTE zu untersuchen. Er veröffentlichte seine Ergebnisse nicht nur in Fachzeitschriften, sondern teilte sie auch in vielfältiger Form mit einem breiten Publikum — über Konferenzen, öffentliche Vorträge, Fernsehauftritte und andere Formate.

Dank seiner unermüdlichen Arbeit und der seiner Kollegen sind NTE heute sowohl in der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch in der Öffentlichkeit weithin anerkannt. Während Raymond Moody NTE der Öffentlichkeit mit seinem Buch Leben nach dem Tod näherbrachte, ging Ken das Thema wissenschaftlich an und machte es sowohl Forschern als auch Laien zugänglich.

Ken ist Mitbegründer und ehemaliger Präsident der International Association for Near-Death Studies (IANDS) sowie Gründungsherausgeber des Journal of Near-Death Studies.

Meine Begegnung mit Ken war in vielerlei Hinsicht entscheidend. Er empfing mich großzügig in seinem Haus in der Nähe der Universität von Connecticut, wo er lehrte, und wir verbrachten einen ganzen sonnendurchfluteten Tag damit, das längste Interview seiner akademischen Laufbahn aufzuzeichnen — wie er oft lachend bemerkte.

Diese Stunden ermöglichten es uns, seine umfangreiche Forschung zu erkunden, persönliche Einblicke festzuhalten und seine tiefsten Überzeugungen zu erfassen. Das Interview wurde später in Erfahrungen an der Schwelle des Todes veröffentlicht. Dieser Sommertag markierte auch den Beginn einer tiefen Freundschaft, die über Zeit und Entfernung hinweg Bestand hat, sowie einer bereichernden Zusammenarbeit, die schließlich zur gemeinsamen Veröffentlichung von Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen führte (siehe unten).

Unsere Freundschaft besteht bis heute fort. Ken ist inzwischen in seinen Neunzigern. Auch wenn wir uns nicht mehr persönlich besuchen können, ermöglichen moderne Kommunikationsmittel, dass wir weiterhin eng verbunden bleiben.

Lesen Sie Kens Blog über unsere Freundschaft und Zusammenarbeit: [PDF]

Zum Buch

Erfahrungen an der Schwelle des Todes: Wissenschaftler äußern sich zur Nahtoderfahrung bietet eine umfassende Untersuchung des Phänomens der Nahtoderfahrung (NTE), die persönliche Berichte von Betroffenen mit Gesprächen mit Wissenschaftlern, Philosophen, Psychologen und Gelehrten aus verschiedenen Disziplinen verknüpft. Das Buch beginnt mit einer detaillierten Analyse der Phänomenologie der Nahtoderfahrungen, illustriert durch Berichte von Menschen, die solche Erfahrungen tatsächlich durchlebt haben, und entfaltet sich anschließend in interdisziplinären Dialogen, die die Interpretation sowie die psychologischen, wissenschaftlichen und spirituellen Implikationen von NTEs eingehend beleuchten. Durch diese Erfahrungsberichte und Expertengespräche bietet Erfahrungen an der Schwelle des Todes eine ausgewogene, fundierte und tiefgehende Betrachtung der NTEs, die sowohl persönliche Erfahrungen als auch breitere theoretische Reflexionen einbezieht.

Erfahrungen an der Schwelle des Todes wurde in sechs Sprachen veröffentlicht, darunter Chinesisch.

2. Wenn das Ende nicht das Ende ist

Zu diesem Zeitpunkt meiner literarischen Laufbahn hatte ich, abgesehen von Erfahrungen an der Schwelle des Todes, bereits eine Reihe wissenschaftlicher Artikel verfasst und zu Sammelwerken beigetragen. Doch ihre Leserschaft blieb weitgehend auf den akademischen Bereich beschränkt, und mir fehlte ein Weg, ein Publikum darüber hinaus zu erreichen.

Wie kann man über Nahtoderfahrungen oder, allgemeiner gesagt, über den Tod selbst sprechen — und über die empfindliche, beinahe schwer fassbare Aufgabe, sich auf den letzten Übergang vorzubereiten, der jedem Menschen bevorsteht? Ich erkannte, dass das Schreiben eines Romans – oder besser einfach einer Geschichte – einen besonderen Zugang bieten könnte: einen Raum, in dem Fragen atmen können, in dem die Vorstellungskraft das Unbekannte erkunden kann und in dem Leser diesen Geheimnissen nicht als entfernte Beobachter, sondern als Begleiter einer gemeinsamen Reise begegnen.

Dieses Buch lebte lange in meinem Herzen, bis ich ihm eines Tages auf Papier Leben einhauchte. Ich schrieb es in der Hoffnung, das bestehende Wissen über todesbezogene Erfahrungen sowohl unmittelbar zugänglich als auch bedeutsam zu machen — nicht nur für Menschen, die sich in einer schweren Lebenskrise befinden, sondern für alle, die über den Tod und das, was danach kommen könnte, nachdenken möchten. Im Zentrum des Buches steht ein detaillierter Bericht über eine Nahtoderfahrung.

Zum Buch

Wenn das Ende nicht das Ende ist: Vom Sterben, Wahrnehmen und Verstehen erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das gegen Leukämie kämpft. Als sie begreift, dass ihr Leben möglicherweise zu Ende geht, findet sie Trost und Hoffnung durch nächtliche Gespräche mit ihrer geliebten Puppe Engelchen. Durch diese einfühlsamen Dialoge lernt sie, das Sterben aus einer neuen Perspektive zu sehen, und öffnet sich der Möglichkeit, dass das Bewusstsein über den Körper hinaus bestehen könnte. Ihre Angst vor dem Tod löst sich allmählich auf, getragen von der spirituellen Weisheit, die sie entdeckt, dem Bericht einer Nahtoderfahrung, den ein junger Schicksalsgefährte mit ihr teilt, und einer Sterbebett-Vision ihrer verstorbenen Großmutter – Momente, die einen Weg von Angst zu Verständnis, von Unsicherheit zu innerem Frieden aufzeigen.

Dieses Buch erzählt eine zarte und zugleich kraftvolle Geschichte über die Nähe von Leben und Tod, über Schmerz und Trost, über Angst und Vertrauen. Es eröffnet einen Raum für eine spirituelle Perspektive, in der Krankheit nicht nur als Verlust, sondern auch als Weg zu innerem Wachstum verstanden werden kann. Ein berührendes Werk für Leser aller Altersgruppen – ob gesund, von Krankheit betroffen oder in Trauer –, die an einem neuen Verständnis des Überlebens des Bewusstseins über den physischen Tod hinaus interessiert sind. Mit Sensibilität und Klarheit geschrieben, vermittelt die Erzählung Trost, Hoffnung und ein dauerhaftes Gefühl von innerer Ruhe angesichts der größten Herausforderungen des Lebens.

Auszug aus dem Vorwort von Kenneth Ring

[…] Zunächst einmal finden wir uns von Anfang an, schon mit dem ersten Satz, in den Gedanken der Erzählerin wieder, einem jungen Mädchen. Vom ersten Augenblick an reißt uns das Drama seiner Krankheit mit. Wir tauchen immer tiefer ein in die Geisteswelt dieses Mädchens, in seine Gedanken und Gefühle, während seine Krankheit voranschreitet. Es ist so, als ob wir zum Tagebuch des Mädchens würden – es schreibt uns und vertraut uns dabei seine geheimsten Gedanken an. Es zieht uns hinein in seine Krankheit und die damit verbundenen Höhen und Tiefen. Wir werden plötzlich seine Reisegefährten und mit ihm und mit den Menschen in seinem Leben innig vertraut und verbunden. Ja, seine Qual wird zu unserer eigenen Qual, aber so machen wir uns auch all die Dinge zu eigen, die es lernt und begreift, während es kämpft, um das, was ihm da zugestoßen ist, zu verstehen und sich damit abzufinden. Und wie wir feststellen, sind diese Einsichten, dieses Wissen, das das Mädchen erlangt, die wichtigsten Botschaften. Das ist es, wovon dieses Buch wirklich handelt und was es uns vermitteln soll. […]

Während unserer eigenen Reise durch dieses Buch stellen wir nämlich plötzlich fest, dass wir es wirklich nicht mit einem Roman zu tun haben, trotz der memoirenähnlichen Form und dem vorherrschenden inneren Monolog (obwohl es auch gesprochene Dialoge darin gibt). Nein, dies ist ein Buch mit Weisheitslehren, insbesondere mit Lehren über den Tod und der Möglichkeit, dass etwas ganz Existenzielles den Tod transzendiert, etwas, das sein Licht auf die Lebenden zurückwerfen und diese damit verwandeln kann. Also ist auch Wenn das Ende nicht das Ende ist, wie die Dialoge eines Platon, im Grunde ein bewusstseinserweiterndes philosophisches Unterfangen, bei dem es um eines der großen, ewigen Themen geht – aber aus einer völlig neuen, unserer Zeit entsprechenden Perspektive betrachtet. […]

Dieses Buch ist für alle, die sich von dem kalten Griff des Todes freimachen wollen! Dieses Buch handelt von Befreiung und wie man sie erlangt. Gibt es irgendjemanden, der sich dafür nicht interessieren würde? Der Stil dieses Buches ist nicht belehrend, obwohl viele gute Lehren darin enthalten sind. Er ist hingegen erfahrungsbezogen. Sie lernen durch Identifizierung, durch die natürliche Kraft des Mitfühlens. Die Geschichte wird Sie tragen. Alles, was Sie tun müssen, ist, sich selbst zu erlauben, sich auf den Handlungsrahmen der Erzählerin einzulassen – und gemeinsam werden sie beide das Notwendige vollbringen.

Die Erzählerin ist dann keine fiktive, ausgedachte Person mehr, sondern sie wird zu … DIR!
Wenn Du das zulässt, dann wirst Du zu Dir selbst und Deinen Weg nach Hause finden!

Wenn das Ende nicht das Ende ist wurde in zehn Sprachen veröffentlicht. Interessanterweise war die türkische Ausgabe am erfolgreichsten, mit bisher 14 erschienenen Ausgaben.

3. Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen

Nach meiner Reise nach Connecticut, um ein ausführliches Interview mit Kenneth Ring aufzunehmen, das später in Erfahrungen an der Schwelle des Todes veröffentlicht wurde, blieben Ken und ich in engem Kontakt. Was als einmalige Zusammenarbeit rund um dieses lange Gespräch begann, entwickelte sich nach und nach zu einer fortlaufenden beruflichen Beziehung. Im Laufe der Zeit wurden unsere Gespräche inhaltlich gehaltvoller, was schließlich zu gemeinsamen Projekten führte, die auf den gemeinsamen Interessen und dem intellektuellen Fundament basierten, das uns ursprünglich zusammengebracht hatte.

Eines der Ergebnisse dieser Zusammenarbeit war Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen, bei dem Ken Ring mich netterweise als Mitautor aufgeführt hat. Es ist mir jedoch wichtig klarzustellen, dass dies im Kern Ken Rings Buch ist – seine Ideen, seine Forschung und sein Schreiben. Mein Beitrag, obwohl innerhalb des Kontexts unserer Zusammenarbeit bedeutend, erreichte meiner Ansicht nach nicht das Niveau einer echten Mitautorenschaft. Ken bestand dennoch sehr großzügig darauf, mich als solche anzuerkennen.

„Kein anderer Forscher war in der Lage, uns die wahre Bedeutung und Auswirkung von Nahtoderfahrungen (NTE) für den Planeten zu vermitteln.“

— Bruce Greyson, MD, Bestsellerautor von After

„Ein bedeutender Beitrag, der eine Fülle von Fallmaterialien zusammen mit ausgewogenem und aufschlussreichem Kommentar bietet.“

— Raymond A. Moody, PhD, Bestsellerautor von Life After Life

Zum Buch

Während Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen viele bemerkenswerte Berichte über Nahtoderfahrungen enthält, ist es weit mehr als eine inspirierende Sammlung von NTE-Fällen. In klarer Sprache lassen sich aus der Untersuchung dieser Erfahrungen praktische Lektionen für das Leben und Sterben ableiten. Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen ist ein Buch für diejenigen, die Wissen und Weisheit erlangen möchten, um ihr eigenes Leben zu bereichern, indem sie die Einsichten einbeziehen, die viele Menschen als die ultimative spirituelle Erfahrung betrachten.

Obwohl Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen viele bewegende Geschichten von NTEs erzählt, ist es nicht nur ein weiteres Buch voller inspirierender Zeugnisse – es enthält hilfreiche Anleitungen und praktische Übungen, wie Leser dieses Wissen nutzen können, um mit größerer Selbstkenntnis, Selbstmitgefühl und Fürsorge für andere zu leben und besser auf Tod, Sterben und Trauer vorbereitet zu sein. Leser können das Gelernte leicht auf ihr eigenes Leben anwenden und diese Lektionen aus dem Licht so aufnehmen und verinnerlichen, dass sie zu tiefer persönlicher und spiritueller Transformation führen.

Was wir aus Nahtod-Erfahrungen für das Leben gewinnen wurde in neun Sprachen veröffentlicht, darunter auch Chinesisch.

4. Französische Übersetzung von Hello from Heaven von Bill und Judy Guggenheim


Ich weiche hier von meiner Entscheidung ab, in diesem Abschnitt ausschließlich meine eigenen Bücher vorzustellen, da die von mir angefertigte französische Übersetzung von Hello from Heaven (auf Deutsch: Trost aus dem Jenseits: Unerwartete Begegnungen mit Verstorbenen, 2007) den Ausgangspunkt meiner Aktivitäten in den folgenden Jahrzehnten markiert.

Zum Buch

Hello from Heaven ist eine bahnbrechende Studie über ein Phänomen, das die Autoren als Nachtod-Kontakte NTK (engl. After-Death Communication, ADC) bezeichnen – spontane und direkte Kontakte mit verstorbenen Angehörigen. Über sieben Jahre hinweg führten Bill und Judy Guggenheim Interviews mit mehr als 2.000 Menschen in den Vereinigten Staaten und Kanada und sammelten über 3.300 Berichte aus erster Hand über diese Erfahrungen, von denen 353 im Buch als vollständige persönliche Erzählungen präsentiert werden.

Das Buch untersucht diese Erfahrungen als Belege für die Kontinuität von Leben und Liebe über den physischen Tod hinaus und bietet Lesern, die sich mit Verlust oder der Angst vor dem Tod beschäftigen, Trost, Hoffnung und spirituelle Einsichten. Bei seiner englischen Veröffentlichung im Jahr 1996 trug Hello from Heaven dazu bei, Nachtod-Kontakte als anerkanntes Forschungsfeld zu etablieren, wurde in amerikanischen Fernseh- und Radiosendungen vorgestellt und stand auf Bestsellerlisten in den Vereinigten Staaten, wo es ein breites Publikum unter Lesern fand, die sich für spirituelle Erfahrungen, Trauerbegleitung und die Möglichkeit eines Lebens nach dem Tod interessieren.

Bill Guggenheim.com

Wie so oft auf dem Weg durch meine Bücher erwies sich die Übersetzung von Hello from Heaven ins Französische als entscheidend für die Fortsetzung meiner Aktivitäten. Ich kannte Bill Guggenheim seit Jahren über E-Mail, bevor ich ihn schließlich persönlich auf einer Konferenz der International Association for Near-Death Studies (IANDS) in Houston, USA, traf. Während unserer Gespräche fragte er mich, ob ich in Erwägung ziehen würde, Hello from Heaven – bereits in mehreren Sprachen veröffentlicht – ins Französische zu übersetzen und einen Verlag in Frankreich zu finden.

Gegen jede Vernunft stimmte ich sofort zu, als hätte ich keine Ahnung davon, was es wirklich bedeutete, ein 398-seitiges Buch zu übersetzen – und das ohne die Übersetzungshilfen, über die wir heute verfügen. Ich bin froh, dass ich es getan habe.

Die Übersetzung beanspruchte natürlich sehr viel Zeit, eröffnete mir jedoch zugleich eine völlig neue Welt – die Welt der spontanen Kontakte mit Verstorbenen. Durch das Übersetzen der 353 NTK-Berichte, das wiederholte Lesen und ständige Überprüfen meiner Arbeit lernte ich nahezu jeden einzelnen Bericht auswendig kennen. Dabei wurde mir klar, dass dies mein neues Forschungsfeld werden würde. Ich hatte meine Entscheidung getroffen.

Nachdem die Übersetzung abgeschlossen war, schrieb ich ein Vorwort und fand schnell einen französischen Verlag, der das Buch unter dem Titel Des Nouvelles de l'Au‑delà veröffentlichte.

5. Nachtod-Kontakte

Als ich Hello from Heaven ins Französische übersetzte, entfachte dies mein Interesse an spontanen und direkten Nachtod-Kontakten (NTK), die scheinbar von den Verstorbenen initiiert werden. Was ist die Natur dieser Erfahrungen? Wer berichtet darüber, und unter welchen Umständen treten sie auf? Was sollen die Verstorbenen angeblich ‚sagen‘? Was wird kommuniziert, und mit welcher Absicht? Allgemeiner gefragt: Wie lässt sich die Bedeutung und die phänomenologischen Merkmale solcher Erfahrungen verstehen? Wie reagieren die Betroffenen, wenn sie diese Erfahrungen machen? Sind sie überrascht, verängstigt, fassungslos, getröstet oder begeistert von einem Ereignis, das scheinbar völlig unvorstellbar ist? Welche Auswirkungen haben diese Erfahrungen auf die Empfänger – insbesondere in Bezug auf ihren Trauerprozess und ihr Verständnis von einem möglichen Weiterleben des Bewusstseins nach dem physischen Tod?

All diese Fragen weckten mein Interesse. Ich beschloss, dieses Phänomen eingehender zu untersuchen und ein Buch darüber zu schreiben.

Da ich bereits die 353 amerikanischen und kanadischen Erfahrungsberichte, die in Hello from Heaven vorgestellt werden, übersetzt hatte, verfügte ich über ein gutes Verständnis der Phänomenologie spontaner Nachtod-Kontakte (NTK). Um jedoch mein eigenes Buch zu schreiben, wollte ich Erfahrungsberichte aus erster Hand sammeln – von Menschen in meinem Teil der Welt. Zu diesem Zweck veröffentlichte ich 2013 einen Artikel mit dem Titel VSCD : Hallucinations ou Réalité ? (NTK: Halluzinationen oder Realität?) in Inexploré, dem Magazin des INREES, in dem ich um Erfahrungsberichte bat. Eine beeindruckende Zahl von Berichten wurde mir zugesandt und bildete die Grundlage für das Buch, das ich gerade zu schreiben begann.

Zum Buch

Nachtod-Kontakte: Spontane Begegnungen mit Verstorbenen untersucht ein wenig bekanntes, aber weit verbreitetes Phänomen: spontane Nachtod-Kontakte (NTK), bei denen eine Person unerwartet die Anwesenheit eines verstorbenen Angehörigen fühlen, sehen, hören oder wahrnehmen kann. Fest verankert in Berichten aus erster Hand untersucht das Buch diese Erfahrungen und nähert sich ihnen aus psychologischer Perspektive, um ihre Bedeutung und Auswirkungen zu verstehen, anstatt die Existenz eines Lebens nach dem Tod zu beweisen oder zu widerlegen.

Evelyn Elsaesser geht über das bloße Sammeln persönlicher Geschichten hinaus und führt Interviews mit Experten aus verschiedenen Disziplinen, wodurch Nachtod-Kontakte aus vielfältigen wissenschaftlichen und menschlichen Perspektiven beleuchtet werden. Sie untersucht zudem interkulturelle Aspekte und zeigt auf, wie diese Erfahrungen in unterschiedlichen Gesellschaften verstanden, interpretiert und integriert werden. Dieser multidimensionale Ansatz ermöglicht eine tiefgehende Reflexion über die Natur und die Konsequenzen solcher Erlebnisse, insbesondere im Hinblick auf den Trauerprozess. Elsaesser zeigt, dass Kontakte mit Verstorbenen streng wissenschaftlich untersucht werden können, ohne ihre emotionale und subjektive Dimension zu vernachlässigen, und dass sie nicht einfach als bloße Halluzinationen oder Aberglauben abgetan werden sollten.

Vorwort von Stéphane Allix

Evelyn Elsaesser ist eine der renommiertesten Expertinnen auf dem Gebiet von Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Tod, und insbesondere jener, die in diesem Buch ausführlich beschrieben werden.

Als ich im Sommer 2003 mit meiner Untersuchung dieser außergewöhnlichen Phänomene begann, empfahl mir der angesehene amerikanische Psychologe Kenneth Ring, den ich kontaktiert hatte, Evelyn Elsaesser in der Schweiz aufzusuchen. Beide hatten gerade ein Buch über Nahtoderfahrungen gemeinsam veröffentlicht, und Kenneth Ring war voller Lob für Evelyn. Ich rief sie an und war sofort von dieser Forscherin in der Seele begeistert, die große Aufmerksamkeit und bemerkenswerte Zuhörfähigkeit mit sorgfältiger Präzision verband.

Sogleich entstand zwischen Evelyn und mir ein Verhältnis von Respekt und Freundschaft. Als ich einige Jahre später INREES gründete, wurde Evelyn selbstverständlich zu einer seiner tragenden Säulen und zu einem aktiven Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats. Sie engagierte sich insbesondere intensiv in der Forschung, die wir initiierten, um das klinische Wissen über Nahtoderfahrungen sowie sämtliche Berichte über Kontakte zwischen Lebenden und Verstorbenen zu bündeln. Anschließend widmete sich Evelyn mit außergewöhnlicher Energie der Ausarbeitung von drei zentralen Kapiteln des Manuel Clinique des Expériences Extraordinaires (2. Aufl., 2022), darunter auch dem Kapitel über Nachtod-Kontakte (NTK).

Diese Erfahrungen vermeintlicher Kontakte mit Verstorbenen sind nicht anekdotisch. Sie treten zehntausendfach um uns herum auf. Trauernde, die das Gefühl haben, einen Kontakt oder gar eine Kommunikation in verschiedenen Formen mit ihren verstorbenen Angehörigen wahrzunehmen, sind tief bewegt und getröstet, aber auch destabilisiert, weil diese Erfahrung nicht mit der vorherrschenden Vorstellung von Realität übereinstimmt. Nachtod-Kontakte gibt uns Schlüssel, um diese Erfahrungen besser zu verstehen und in den Trauerprozess zu integrieren – dank der zahlreichen NTK-Berichte, der fundierten Einschätzungen der befragten Wissenschaftler und der Reflexionen der Autorin.

Evelyn widmet ein Kapitel einer besonderen Art von NTK – den Sterbebett-Visionen, bei denen Menschen an der Schwelle des Todes verstorbene Familienmitglieder oder Freunde wahrnehmen, die angeblich „kommen, um sie in die andere Welt zu begleiten“, wodurch ihnen sofort die Angst vor dem Tod genommen wird. Diese Visionen werden Pflegekräften, Ärzten und Fachpersonal gemeldet, die sie sehr klar von bekannten halluzinatorischen Phänomenen unterscheiden.

Die Originalität und das große Verdienst dieses Buches liegt darin, Nachtod-Kontakte (NTK) in einen größeren Kontext zu stellen, nämlich den anderer erfahrungsbezogener Phänomene im Zusammenhang mit dem Tod – einschließlich Nahtoderfahrungen und von Medien übermittelter Mitteilungen Verstorbener – und deren Ausdrucksformen sowie die übermittelten Botschaften zu vergleichen.

Zahlreiche Menschen haben solche Erfahrungen gemacht und wagen es dennoch nicht, darüber zu sprechen, nicht einmal mit nahestehenden Personen. Dies ist zweifellos der erste Nutzen dieses unverzichtbaren Werkes: diese weit verbreiteten und wichtigen Erfahrungen aus Schatten und Leugnung zu holen. Dies ist die unglaubliche Reichhaltigkeit der synthetischen Arbeit von Evelyn Elsaesser.

Nachtod-Kontakte ist das Ergebnis eines langfristigen Projekts und wohl das bisher am besten dokumentierte Werk zu diesem Thema. Dieses Buch, das sowohl streng wissenschaftlich als auch äußerst angenehm zu lesen ist, erlaubt die Einsicht, dass ein Leben nach dem Tod eine durchaus rationale Hypothese darstellt.

Nachtod-Kontakte wurde in vier Sprachen veröffentlicht.

6. Spontane Kontakte mit Verstorbenen

Nachtod-Kontakte fand schnell seine Leserschaft. Dank des Aufrufs zu Zeugenaussagen, den ich in das Buch aufgenommen hatte, strömten Berichte herein.

Die Nachrichten meiner Korrespondenten begannen oft auf ähnliche Weise:

„Ich habe gerade Ihr Buch beendet und möchte meinen Nachtod-Kontakt mit Ihnen teilen, der vor einiger Zeit stattfand [von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten zurückliegend]. Ich habe bisher mit niemandem darüber gesprochen, weil ich befürchtete, man würde mir nicht glauben oder mich sogar belächeln.“

Andere hatten ihren NTK mit einigen wenigen Personen geteilt: Manchen wurde geglaubt, während anderen gesagt wurde, sie seien von ihrer Trauer tief erschüttert gewesen und hätten sich den Kontakt zu ihrem Verstorbenen höchstwahrscheinlich nur eingebildet.

Viele hatten danach nie wieder über ihren Nachtod-Kontakt gesprochen. „Ich habe diese Erfahrung still in meinem Herzen bewahrt, als kostbare und wertvolle Erinnerung“, schrieben sie. Mich anzuschreiben war oft das erste Mal, dass sie den Mut hatten, etwas so Intimes und tief Bedeutungsvolles in Worte zu fassen – eine Begegnung, die ihnen geholfen hatte, zu heilen, auch wenn sie sie jahrelang allein getragen hatten.

Ein weiteres auffälliges und überraschend häufiges Muster war, dass viele meiner Korrespondenten ihrer Erfahrung keinen Namen geben konnten. Lange Zeit glaubten sie, die einzigen auf der Welt zu sein, die einen spontanen Kontakt mit einem verstorbenen Angehörigen erlebt hatten. Sie äußerten ein tiefes Gefühl der Erleichterung, als sie entdeckten, dass dieses Phänomen nicht nur einen Namen hatte, sondern dass auch zahlreiche andere es erlebt hatten – was ihnen Trost spendete und die Gewissheit gab, nicht allein zu sein in dem, was sich wie eine äußerst private und außergewöhnliche Begegnung anfühlte.

Nachdem ich all diese Korrespondenzen gelesen hatte, entschied ich, dass der Zeitpunkt gekommen war, eine groß angelegte wissenschaftliche Untersuchung der Phänomenologie und Auswirkungen von Nachtod-Kontakten (NTK) durchzuführen, mit dem Ziel, dieser Erfahrung Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit zu verleihen – so schön, so verbreitet, so tröstlich und transformierend für die Betroffenen. Ich schrieb eine Stiftung an, die anonym bleiben möchte, und legte ihr einen Projektentwurf vor. Sie setzten ihr Vertrauen in mich und gewährten mir großzügige Forschungsgelder, um die Umsetzung dieses Forschungsprojekts zu ermöglichen. Ich stellte ein Team zusammen, und im Februar 2018 starteten wir unser langfristiges internationales Forschungsprojekt, das bis heute läuft. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „NTK Forschungsprojekt“.

Ab der zweiten Phase erhielten wir zudem finanzielle Unterstützung von der Bial Foundation und der Society for Psychical Research (SPR).

Die Ergebnisse unserer Umfragen auf Englisch, Französisch und Spanisch sind in meinem Buch Spontane Nachtod-Kontakte: Eine wissenschaftliche Untersuchung bestätigt die Realität von Nachtod-Kontakten dargestellt. Diese umfassen die Antworten von 1.004 Teilnehmenden – die bislang größte internationale wissenschaftliche Studie zu spontanen Nachtod-Kontakten – und zeigen, dass die Empfänger diese Erfahrungen häufig als sowohl tröstlich als auch bedeutungsvoll erleben. Die Ergebnisse, reich illustriert mit Berichten aus erster Hand, geben einen lebendigen und differenzierten Einblick in die Umstände, die Natur und die Folgen dieser spontanen Erfahrungen.

Zum Buch

Die erste wissenschaftliche Studie, die glaubwürdig und nachprüfbar belegt, dass die Begegnung zwischen Menschen und Verstorbenen keine Einbildung ist!

Evelyn Elsaesser gehört zu den weltweit angesehensten Forscherinnen auf dem Gebiet der Nahtod- und Nachtod-Erfahrungen. Sie ist die Projektleiterin einer groß angelegten Studie zum Phänomen der Nachtod-Kontakte. Erstmals werden in diesem Band die beeindruckenden Ergebnisse dieser großen Feldstudie der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Wurde die wissenschaftliche Sterbeforschung einst in eine akademische Nische geschoben, so rückt seit einigen Jahren dieses Forschungsgebiet ins helle Licht der Öffentlichkeit. Immer deutlicher wird von wissenschaftlicher Seite unbestreitbar belegt: Es gibt mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit ein Leben nach dem Tod!

Die englische Ausgabe von Spontane Nachtod-Kontakte wurde 2023 mit dem Scientific and Medical Network Book Prize ausgezeichnet.

 

 

Auszug aus dem Vorwort von Christophe Fauré

Zunächst glaubte ich es nicht.

In meinen jungen Jahren als Psychiater im Bereich der Palliativmedizin begleitete ich trauernde Menschen nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Sie teilten mit mir ihr Leid, ihren Schmerz, ihre Wut, ihre Schuldgefühle … und ich ging mit ihnen den schmerzhaften Weg der Trauer. Ich sah dies zunächst als den Verlauf eines Prozesses, von dem ich anfangs nur die psychologische Dimension wahrnahm.

Doch im Laufe der Jahre traten in den Erzählungen meiner Patienten zunehmend merkwürdige Erfahrungen zutage. Sie waren so konstant und wiederkehrend, dass es für mich unmöglich wurde, sie nicht ernsthaft in Betracht zu ziehen.

Sie berichteten mir von „Zeichen“. Zeichen, die sie als Manifestationen ihrer verstorbenen Angehörigen deuteten, über die sie jedoch oft jahrelang schwiegen – aus Angst, von ihrem Umfeld für „verrückt“ gehalten zu werden, wenn sie diese Erfahrungen preisgeben würden. Viele von ihnen, ein wenig verlegen, auf diese Weise mit einem Psychiater zu sprechen, sagten zu mir: „Doktor, ich bin ein sehr rationaler Mensch, aber …“ – und so entstand die Erzählung von jenem beunruhigenden „Etwas“, das nach dem Tod ihres Angehörigen geschehen war. Ein „Etwas“, das ich später als „NTK“ zu bezeichnen lernte.

NTK: Nachtod-Kontakt.

Nach über 25 Jahren Trauerbegleitung stelle ich heute systematisch, mehr oder weniger direkt, folgende Frage: „Haben Sie seit dem Tod Ihres Angehörigen irgendein ‚Zeichen‘ oder eine spezifische Wahrnehmung erlebt?“ Ich kann gar nicht zählen, wie viele Menschen mir, erleichtert durch meine Frage, sofort von einem oder mehreren NTK berichtet haben!

Es handelt sich hier also um ein echtes Thema, das unsere volle Aufmerksamkeit verdient, denn seine Implikationen sind erheblich. Ich freue mich, dass meine eigenen langjährigen Beobachtungen und das aufmerksame Zuhören bei meinen Patientinnen und Patienten in meiner Praxis inhaltlich so kraftvoll im Buch wiederklingen.

Wir müssen uns dessen bewusst sein: Ein solches Buch zu veröffentlichen, ist nicht harmlos, und ich möchte die Integrität und den echten Mut dieser Autorinnen und Autoren, Forscher und international anerkannten Hochschulprofessoren würdigen, die es wagen, ihre berufliche Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen, um als echte Pioniere in das geheimnisvolle Gebiet der Nachtod-Kontakte vorzudringen.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Wir befinden uns hier nicht im Bereich des Glaubens, nicht im Festhalten an Überzeugungen, um verzweifelt die Angst vor dem Tod und die Angst vor dem Nichts zu unterdrücken. Nein: Der Ansatz dieser Forschenden ist ein ganz anderer. Er basiert auf Zuhören, Beobachten, Sammeln und Analysieren von Daten. Er fußt auf einer wissenschaftlichen Methodik, die Fakten beobachtet und feststellt. So paradox es erscheinen mag, gerade in Bezug auf NTK könnte man kaum kartesianischer vorgehen! Die Autorinnen und Autoren dieser Untersuchung stützen sich auf greifbare Informationen, und genau das macht ihre Arbeit so relevant und intelligent. […]

Es gehört zur ganzen Intelligenz und Finesse dieses Buches, diese Frage nicht direkt zu beantworten. Tatsächlich beschreibt Spontane Kontakte mit Verstorbenen das Phänomen der NTK auf Basis von Zeugenaussagen. Es verzichtet jedoch darauf, die erhobenen Daten zu interpretieren. Es überlässt dem Leser und der Leserin die eigenen Schlussfolgerungen und bietet lediglich einige Anregungen zum Nachdenken: Welche Bedeutung sollten diesen Erfahrungen zugeschrieben werden? Was sagen sie uns über ein Dasein jenseits dieses Lebens? Könnten sie auf eine Kontinuität des Bewusstseins nach dem Tod hindeuten? Hier betreten wir die spirituelle Dimension der NTK, die nicht Gegenstand dieses Buches ist. […]

Welche Richtung? Das liegt bei Ihnen. Sie selbst bestimmen, welche Meinung Sie sich auf der Grundlage Ihrer eigenen Nachforschungen und einer fundierten Lektüre zu diesen Themen bilden.

Und genau hier kann Ihnen Spontane Kontakte mit Verstorbenen wirklich weiterhelfen.

Ob es Ihre Gefühle bestärkt, wenn Sie selbst einen NTK erlebt haben, ob Sie keines erlebt haben, obwohl Sie trauern, oder ob es Ihre Neugier weckt, Sie dazu einlädt, weiter zu forschen und die Bedeutung sowie die Implikationen dieses Phänomens zu erkunden – in Ihren Händen halten Sie einen wertvollen Begleiter. Er kann Ihre Reflexionen tiefgehend bereichern.

Wer weiß, wohin er Sie führen wird?

Ich wünsche Ihnen eine gute und bereichernde Lektüre.

Dr. Christophe Fauré

Autor von „Vivre le deuil au jour le jour“, Éditions Albin Michel

 

„Spontane Kontakte mit Verstorbenen“ wurde in fünf Sprachen veröffentlicht.